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Die Wahrheit über Keramikpfannen

Letztes Jahr habe ich mir 2 Keramikpfannen gekauft. Mann, was war ich begeistert: Da klebt nix an, da brennt nix fest, sogar Spiegeleier konnte ich ohne Öl anbraten und die Dinger flutschten dennoch einfach aus der Pfanne. Zum Reinigen einmal mit dem Küchenkrepp durch und alles war wieder sauber.

Die Ernüchterung

Wenige Monate später stellte sich die erste Ernüchterung ein. Trotz vorsichtigem Gebrauch und immer brav einen Holzschieber verwendet, fing plötzlich alles an, extrem in der Pfanne festzukleben. Dabei ist die Keramikbeschichtung laut Hersteller doch so unverwüstlich, dass man angeblich sogar mit dem Messer darin herumkratzen kann. Naja.
Die Beschichtung ist augenscheinlich nicht beschädigt, aber sie wirkt inzwischen stumpf und von dem anfänglichen Antihafteffekt, der mich zunächst so begeistert hat, ist überhaupt nichts mehr zu spüren. Ganz im Gegenteil: In der verkackten Pfanne brennt sofort alles fest, da kann man soviel Öl reinkippen wie man will. Man kriegt sie auch überhaupt nicht mehr richtig sauber, da klebt immer irgendwas hartnäckig am Boden fest.

Der Boden der Keramikpfanne heute: Da flutscht nix mehr

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Fazit

Keramikpfannen kann man sich sparen. Die funktionieren zwar genauso wie in der Werbung versprochen, aber eben nicht besonders lange. Mittlerweile habe ich die Pfannen zähneknirschend entsorgt und durch eine preiswerte Eisenpfanne ersetzt. Welche Erfahrungen ich damit gemacht habe, könnt ihr hier nachlesen.

Nachtrag

Auf meinem alten Blog (ich musste leider umziehen) habe ich etliche Resonanz auf diesen Beitrag bekommen und fühle mich dadurch bestätigt. Auch in einschlägigen Kochforen berichten viele Leute das Gleiche: Am Anfang sind Keramikpfannen top, aber schon nach kurzer Zeit Schrott.

Bei Erfahrungsberichten über Keramikpfannen sollte man im Internet generell vorsichtig sein: Viele Leute haben ihre Pfannen gerade erst gekauft und sind davon selbstverständlich erst einmal begeistert (und entsprechend mitteilungsfreudig), denn gleich zu Beginn ist ja noch alles toll.
Hier sollte man unbedingt darauf achten, ob jemand auch wirklich Langzeiterfahrung mit seiner Pfanne hat.
Ähnlich verhält sich das auch bei Produkttests, dort werden ebenfalls immer nur fabrikneue Pfannen getestet und was ein halbes Jahr später damit ist, interessiert dann anschliessend keinen der Tester mehr.

Natürlich gibt es auch noch die üblichen gefälschten Rezensionen oder Benutzer, die sich irgendwo neu anmelden und schon im ersten (und oft auch einzigen) Beitrag die Pfannen des Herstellers XY in den Himmel loben, aber diese Art der Schleichwerbung ist natürlich nicht nur bei Pfannen üblich.

Bitte hinterlasst euren Kommentar, welche Erfahrungen ihr selbst mit Keramikpfannen gemacht habt.

 

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8 Gedanken zu “Die Wahrheit über Keramikpfannen

  1. Habe das gleiche Problem. Inzwischen habe ich schon mehrfach defekte Pfannen umgetauscht – Die geben ja immer Jahrelange Herstellergarantie. Mal sehen, wie lange die das Spiel mitmachen.

  2. Hj ich habe mir eine Silit Durado gekauft. Also keine billige Pfanne. Aber auch hier, nach nicht mal einem Jahr eine Top Haftversiegelung in der Pfanne und pure Enttäuschung………………Schade…………Hab mir nun eine Anti- Beschichtete von Berndes zugelegt und hoffe das die länger hält. Grüße

  3. Hi, habe das gleiche Problem und das nervt tierisch.
    Kann man denn die Keramikpfannen selber wieder „beschichten“, also einbrennen mit Öl so wie bei Eisenpfannen?

    • Hallo Stefan,

      das geht mit Keramikpfannen leider nicht. Es gibt aber Firmen, die Pfannen professionell neu beschichten, das ist gar nicht mal so teuer. Die Frage ist, ob sich das lohnt. Für das gleiche Geld gibts ne Eisenpfanne, dort stellt sich das Problem gar nicht erst bzw. die kann man im Notfall selber neu einbrennen.

  4. Erst mal: tolle Seite mit vielen Tipps! Woher hast du all dein Wissen? Noch von Oma/Mutter?
    Hattest du bei der Pfanne versucht, sie mal wie in deinem anderen Artikel, mit Natriumhydroxid zu reinigen? Meine Keramikpfannen sind „leider“ noch gut in Schuss, aber ich werde das mal testen, sobald die Pfanne anfängt schlechter zu werden.

    • Hallo Simon,

      danke für dein Lob. 😉
      Da das Versagen der Keramikbeschichtungen angeblich auf eingebrannte Fette bzw. Harze zurückzuführen sein soll (ich habe das auch nur irgendwo gelesen), dachte ich tatsächlich schon an Natriumhydroxid. Aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Pfannen schon längst entsorgt. Vielleicht kannst du darüber berichten, sofern es hilft.

      Ich habe das Kapitel beschichtete Pfannen für mich jedenfalls abgeschlossen. Seit ich Eisenpfannen habe, bin ich rundum zufrieden.

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