Dissenter Browser – „The Free Speech Browser“

Vor einiger Zeit habe ich hier die Browser-Erweiterung Dissenter vorgestellt, die es erlaubt, auf jeder beliebigen Webseite zu kommentieren. Inzwischen hat Dissenter noch einen draufgesetzt und einen eigenen Browser veröffentlicht, in dem der Dienst bereits integriert ist. Bei dem Browser handelt es sich um nichts Geringeres als um den bereits bekannten Brave Browser mit kleinen Änderungen.

In diesem Blog geht es um 3 Dinge: Die Dissenter Erweiterung, den Dissenter Browser und den Brave Browser.

Auf die Browser gehe ich weiter unten ein, zunächst einmal soll es um Dissenter selbst gehen. Diese Erweiterung für alle gängigen Browser erlaubt es, ohne Angst vor Zensur auf jeder Webseite zu kommentieren, weltweit. Die Kommentare werden nicht auf der besuchten Webseite gespeichert, sondern auf dem Dissenter Server. Die Kommentare sieht man nicht öffentlich, nur Nutzer von Dissenter können sie lesen und darauf reagieren. Mit einem Klick auf die Erweiterung öffnet sich jederzeit die Kommentarfunktion von Dissenter, hier am Beispiel der Webseite der „tagesschau“.

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Brave Browser mit nachträglich installierter Dissenter Erweiterung

Selbstverständlich entlädt sich auf Dissenter nun der ganze Frust der Leute über die Medien und die Kommentare sind bisweilen ganz schön knackig, aber auch nicht unverdient. Der Journalismus ist in den letzten Jahren nicht nur in Deutschland immer mehr zu Propaganda und Meinungsjournalismus verkommen und wenn die Leser andere Ansichten äusserten, wurden zunehmend auch die Kommentarspalten immer stärker zensiert oder gar ganz abgeschaltet.

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Dissenter Browser mit integrierter Dissenter Kommentarfunktion

Mit Dissenter kann man plötzlich wieder unzensiert seine Meinung äussern, was den Medien natürlich wenig gefällt. In Folge dessen gab es einige Schmierartikel in englischprachigen Medien und die Erweiterung wurde eilig aus den App-Stores von Mozilla, Google, Apple etc. entfernt. Natürlich kann man sie auch manuell herunterladen und installieren, aber technische Laien haben oft keine Lust, sich damit auseinanderzusetzen.

Mit dem Dissenter Browser bekommt man nun den hervorragenden Brave Browser mit vorinstalliertem Dissenter. Alles was man jetzt noch benötigt, ist ein Account bei Gab. Selbstverständlich kann man den Browser auch ohne Gab-Account nutzen, aber dann entgeht einem natürlich die Kommentarfunktion. Wer an der Kommentarfunktion von Dissenter nicht interessiert ist, kann dann auch gleich Brave benutzen.

Was ist der Brave Browser?

Bei Brave handelt es sich um Projekt eines ehemaligen Mozilla-Mitbegründers. Der Browser selbst ist Open Source und basiert auf Chromium. Im Gegensatz zu anderen Browsern wie Firefox, Chrome etc. setzt man hier auf die Privatsphäre des Nutzers und so ist das Blocken von Werbung, Trackern oder Scripten bereits integriert. Selbst eine Anbindung an das anonyme Netzwerk Tor ist vorhanden, wenn man Seiten anonym besuchen oder leidige Ländersperren umgehen möchte.
Brave ist ein sehr ausgereifter Browser und steht anderen Browsern in nichts nach, ganz im Gegenteil. Brave steht für fast alle Betriebssysteme zur Verfügung, lediglich Tor ist zur Zeit dieses Blog-Eintrags noch nicht auf mobilen Geräten implementiert.
Nutzer von Brave müssen Dissenter manuell herunterladen und installieren (eine Sache von wenigen Minuten).

Was ist der Dissenter Browser?

Der Dissenter Browser ist vereinfacht gesagt Brave mit integrierter Dissenter-Erweiterung und leicht geändertem Design. Es handelt sich um einen „Fork“, also eine Gabelung und Fortführung des Projekts zu eigenen Zwecken. Der Hauptzweck ist selbstverständlich, Dissenter einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, auf der Basis eines bereits eingeführten und bewährten Browsers.
Der Dissenter Browser hat alle Features von Brave, lediglich das integrierte Bezahlsystem wurde nicht übernommen, das sog. BAT (Basic Attention Token). Dabei handelt es sich um ein eigenes Token-Bezahlsystem, das für die meisten Leute ohnehin uninteressant sein dürfte. Dissenter wird nach meinen aktuellen Infos auf Bitcoin setzen, was auch weitaus interessanter ist.

Hier die Startseite des frisch installierten Dissenter Browsers:

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Statt wie bei Brave die am häufigsten benutzen Webseiten, werden hier mit Dissenter kommentierte Artikel angezeigt. Wer das nicht mag, kann mit dem Menü oben links das Aussehen und Verhalten der Startseite anpassen.

Ein Klick auf das grüne Dissenter Icon oben öffnet jederzeit die Kommentarfunktion. Alles was eine URL hat, kann nun mit Dissenter kommentiert werden. Auch ein Live-Chat steht zur Verfügung. Die „5“ auf dem Glockensymbol zeigt, dass seit meinem letzten Besuch 5 Leute meine Kommentare bewertet oder darauf geantwortet haben. Mein Benutzersymbol habe ich rot ausradiert.

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Rechts neben dem Dissenter Knopf befindet sich das „Shields“ Menü, wie es Benutzer von Brave bereits kennen. Dort kann man die Sicherheitseinstellungen für Webseiten ändern, indem man Scripte, Cookies oder Tracker erlaubt oder blockiert. Das kann man global einstellen oder für jede Webseite individuell.

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Ganz egal ob man nun Brave oder den Dissenter Browser benutzt, die grundlegenden Funktionen sind gleich. Funktionen wie das Blocken von Werbung oder Trackern sind im Browser gleich integriert, man muss nicht erst wie bei anderen Browsern mit Erweiterungen aufrüsten, obgleich das natürlich auch geht. Durch seine Chromium Basis lassen sich Erweiterungen aus dem Chrome Appstore nutzen.

Wird sich Dissenter durchsetzen?

Der Dissenter Dienst ist im März 2019 gestartet und hat dank der Gab Community schon jetzt (Mai 2019) eine grosse Fanbasis im englischsprachigen Raum. Dabei hat natürlich sehr geholfen, dass der Gründer von Dissenter der gleiche ist wie der von Gab, nämlich Free Speech Verfechter Andrew Torba.

Im deutschsprachigen Raum sieht es zur Zeit noch etwas dünn aus, aber ich gehe davon aus, dass sich Dissenter auch hier mit der Zeit allmählich herumsprechen wird.

 

Zum vorherigen Artikel über die Dissenter-Erweiterung

Download des Dissenter Browsers oder der Browser Plugins

Download des Brave Browsers (auch ohne Dissenter empfehlenswert)

 

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Dissenter – die neue Meinungsfreiheit im Internet

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Mit Dissenter ist gerade ein revolutionäres Kommentarsystem für ALLE Internetseiten gestartet. Das ist übrigens keine Übertreibung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kommentarsystemen ist Dissenter nicht Bestandteil der besuchten Webseite und kann auch nicht von dort moderiert oder zensiert werden. Dissenter nutzt einen eigenen Server und speichert dort die Kommentare, die zu einer bestimmten URL verfasst werden. Somit könnt ihr auch Kommentare auf Seiten verfassen, wo das sonst nicht möglich wäre. Die Kommentare können jedoch nur von anderen Dissenter-Nutzern gelesen werden.

Aber genug der Theorie, schauen wir uns das mal auf der Startseite der „Tagesschau“ an, die keine eigene Kommentarfunktion besitzt. Mit einem Klick auf das Browser-Plugin öffnet sich Dissenter, hier von mir rot umrandet:

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Nun kann man frei einen Kommentar verfassen oder die Seite bewerten. Wie man sieht, existieren bereits 31 Kommentare, also blättern wir mal runter und lesen ein paar davon:

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Natürlich kann man die Kommentare ebenfalls bewerten oder direkt darauf antworten. Das funktioniert wie bereits erwähnt auf JEDER Webseite, weltweit. Bei jedem Nachrichtenartikel, Youtube-Video, Wikipedia-Artikel, Twitter, Facebook usw.

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Betreiber von Dissenter ist übrigens die amerikanische „Free Speech“ Plattform Gab, deren Gründer Andrew Torba für seine positive Einstellung zur Meinungsfreiheit bekannt ist.

Wie kommt man nun an Dissenter? Man benötigt dafür einen Account bei Gab und das Browser-Plugin von Dissenter. Das kann man hier herunterladen und installieren und damit lässt sich die Kommentarfunktion direkt auf jeder Seite aufklappen und nutzen.

Fazit: Dissenter ist eine tolle Sache und bringt die Meinungsfreiheit und sogar ein Stück weit die Anarchie der Anfangstage zurück ins Internet. Angesichts der sich immer mehr verbreitenden Zensur und „political correctness“ auch hier in Deutschland immer wichtiger.

Da der Server in den USA steht, die Kommentare nicht auf den besuchten Seiten gespeichert werden und der Betreiber ein Verfechter von Free Speech ist, wird Dissenter nur schwer aufzuhalten sein. Und es macht auch enorm Spass, dieses neue Kommentarsystem zu nutzen.

 

Nachtrag vom 11.04.2019: Ursprünglich war das Plugin auch in den Appstores von Chrome und Mozilla erhältlich, wurde jedoch von dort entfernt. Freie Meinungsäusserung ist eben nicht erwünscht. Das stellt aber kein Problem dar, denn das Plugin lässt sich unter dissenter.com/download auch weiterhin manuell herunterladen und installieren.

Als erste Nation verhindert übrigens Neuseeland den Zugriff auf die Domain von Dissenter. Die Sperre lässt sich selbstverständlich durch Benutzung eines VPN oder Proxy umgehen, aber es ist schon bedenklich, wie eifrig westliche Nationen und vermeintliche Demokratien mittlerweile ihre Bürger kontrollieren möchten. Sicherlich werden sich künftig noch weitere Länder anschliessen, auch in Deutschland bzw. in der EU nimmt die faschistische Tendenz zur Zensur immer weiter zu.

Nachtrag vom 25.05.2019: Mittlerweile hat Dissenter einen eigenen Browser, bei dem das Plugin bereits integriert ist. Basis des Dissenter Browsers ist der bekannte Brave Browser, der auch ohne Dissenter sehr zu empfehlen ist. Hier gibt es einen weiteren Blog speziell über den Dissenter-Browser: Klick