Was ist Soda überhaupt?

Soda ist ein echtes Multitalent für Reinigungszwecke, das man in jeder Drogerie oder gut sortierten Supermärkten kaufen kann. Für gewöhnlich findet man sie dort im Waschmittelregal.
Ein halbes Kilo kostet ungefähr 99 Cent und somit ist sie nicht nur ausserordentlich günstig, sondern auch sehr ergiebig.

soda

Soda oder eigentlich Natriumcarbonat ist ein Salz der Kohlensäure und daher alkalisch. Für den Hausgebrauch ist sie meist in Pulverform erhältlich und in Wasser gelöst erhält man damit eine Lauge (das Gegenteil von Säure).
50g davon auf 1 Liter Wasser ergeben beispielsweise eine Lauge mit einem ph-Wert von ca. 11.5, das ist schon relativ hoch.
Für die meisten Anwendungszwecke reicht weniger als die Hälfte dieser Menge jedoch schon völlig aus, eine Dosierempfehlung für verschiedene Anwendungszwecke findet man für gewöhnlich auf der Verpackung.

Wie alle Laugen ist auch Sodalauge ein ausgezeichneter Fettlöser, durch den hohen ph-Wert lassen sich ebenfalls unangenehme Gerüche, Bakterien, Schimmel und im Aussenbereich Algen, Flechten, Grünbelag, Moose oder Unkraut beseitigen.

Weitere Anwendungszwecke neben dem hier erwähnten Küchenreiniger sind das Reinigen von Holz (Schneidbrettchen), Entfettung von Dunstabzugshauben, Entfernung von Nikotin (auch vergilbte Gardinen), Reinigung von stinkenden Abflüssen oder Waschmaschinen, Wasserenthärtung, Wäschebleiche oder generell als Waschmittelzusatz.
Bei Problemen mit müffelnder Wäsche sollte man erst einmal Soda ausprobieren, bevor man zu teuren Hygienespülern oder Waschmaschinenreinigern greift. Meist lagern sich auf der Wäsche bzw. schon in der Maschine selbst Fettfilme und Bakterien an, die man mit Soda ausgezeichnet bekämpfen kann. Auch Gerüche in Teppichen oder Polstermöbeln kann man mit etwas Sodalösung und einer Sprühflasche entfernen.

Nach Möglichkeit sollte man Soda in warmem oder heissem Wasser verwenden, dort löst sie sich besser und wirkt auch besser. Bei der Entfernung von hartnäckigen Belägen wie z.B. auf Teesieben, Thermoskannen oder eingebranntem Fett in Backblechen gibt man ihr am besten etwas Zeit und lässt sie mindestens über Nacht einwirken.

Das war nur eine Aufzählung der Dinge, für die ich selbst erfolgreich Soda verwende. Damit ersetzt sie mir schon mehr als ein Dutzend teure „Spezialmittel“. Im Internet findet man noch viele weitere Anwendungstipps, aber ich gebe nur das hier wieder, womit ich auch eigene Erfahrungen habe.

Früher wurde Soda auch zum Waschen verwendet, das ist mit dem Aufkommen moderner Waschmittel (und der entsprechenden Werbeberieselung) leider etwas in Vergessenheit geraten, eigentlich völlig zu Unrecht. Wie man sich sein eigenes Waschmittel mit Soda herstellt, könnt ihr hier nachlesen.

Verwechselungsgefahr

Leider wird Soda gerne mit Natron (Natriumhydrogencarbonat) verwechselt, was vor allem bei Laientipps im Internet oft zu Verwirrungen führt. Chemisch betrachtet sind sich die beiden zwar ähnlich, aber während Natron zum Verzehr geeignet ist, ist Soda ausschliesslich für Wasch- oder Reinigungszwecke zu benutzen.
Manchmal wird Natron auch noch als Speisesoda oder im englischen Sprachraum als Baking Soda bezeichnet, was die Sache auch nicht gerade einfacher macht. Hier ist mit Soda aber ausdrücklich Natriumcarbonat (Na2Co3) gemeint.

Es spielt übrigens keine Rolle, ob ein Hersteller sein Produkt als „Reine Soda“ oder als „Waschsoda“ bezeichnet, es handelt sich dabei um das gleiche Natriumcarbonat (calzinierte, wasserfreie Soda). Kristallsoda enthält hingegen noch gebundenes Wasser.

Weiterführende Links:

Achtung: Soda ist reizend, die Stäube sollte man besser nicht einatmen. Bei längerem Arbeiten mit Sodalauge sollte man Handschuhe tragen, um eine Entfettung der Hände bzw. der Haut zu vermeiden. Nicht auf unbehandeltem Holz oder Aluminium verwenden.

Zurück zum Blog

Advertisements

Was ist Natron?

Natron ist ein Salz der Kohlensäure und ein uraltes Hausmittel, das im Laufe der Zeit unter vielen Namen geläufig wurde. Man kennt es z.B. auch als Kaiser-Natron, Bullrich-Salz, doppeltkohlensaures Natron oder unter der älteren Bezeichnung Natriumbicarbonat. Die richtige chemische Bezeichnung lautet jedoch Natriumhydrogencarbonat. Natron ist zum Verzehr geeignet, man kann damit kochen, backen usw.

Leider gibt es auch ziemlich viele Verwechselungen, da Natron mitunter als Speisesoda oder Baking Soda bezeichnet wird. Dennoch sollte man es keinesfalls mit Soda (Natriumcarbonat) verwechseln, die ist nämlich wesentlich stärker alkalisch und daher nicht zum Verzehr geeignet, sondern eher zum Waschen, Putzen oder Bleichen.

Noch viel weniger sollte man Natron mit Natronlauge (Natriumhydroxid) verwechseln, die eine stark ätzende Lauge und in den falschen Händen ziemlich gefährlich ist.

Um die Verwirrung komplett zu machen, gibt es im Internet viele Haushaltstipps, die sich auf Backpulver beziehen. Damit meinen die Leute oft unwissentlich einfach nur Natron, denn Natriumhydrogencarbonat ist der Hauptbestandteil vieler Backtriebmittel.

backpulver

Umgekehrt enthält nicht jedes Backpulver auch automatisch Natron, sondern beispielsweise Trockenhefe, und dann funktioniert natürlich auch der Tipp aus dem Internet nicht mehr.

Natürlich könnte man sich auch gleich reines Natriumhydrogencarbonat kaufen, damit lässt sich genausogut backen wie mit den winzigen Backpulvertütchen. Dazu muss aber eine säurehaltige Zutat im Rezept enthalten sein (im Backpulver ist das Säuerungsmittel schon enthalten).
In Deutschland bekommt man allerdings kaum etwas anderes ausser Kaiser-Natron oder Bullrich-Salz, leider zu entsprechenden Preisen. Dabei ist Natron eigentlich ein Cent-Artikel.

Im Internet lässt sich Natron dagegen weit günstiger erwerben. Eventuell sieht man auch irgendwo mal Produkte aus anderen Ländern im Regal, wie z.B. das amerikanische „Arm & Hammer Baking Soda“, das in meinem Asia-Shop nur EUR 1.75 kostet. 454 Gramm entsprechen einem amerikanischem Pfund.

Bakingsoda

Der absolute Preisknüller ist mir aber in einem russischen Supermarkt begegnet, dort kosten 500 Gramm Natron nur 65 Cent. Der Laden heisst LEDO und gehört zu einer russischen Supermarktkette, vielleicht gibt es auch einen in eurer Nähe. Ein Aufkleber auf der Unterseite verrät, dass es sich wirklich um Natriumhydrogencarbonat handelt:

natriumhydrogencarbonat2

Und wozu ist Natron denn nun gut?

Natron ist ein echtes Universalmittel, man kann es zum Kochen, Backen, Putzen oder für kosmetische oder medizinische Zwecke verwenden.
Eine der klassischen Anwendungen ist beispielsweise Sodbrennen: Natron ist leicht alkalisch und neutralisiert deshalb überschüssige Magensäure. Genausogut kann man es aber auch als Backtriebmittel verwenden, um Gerüche zu entfernen, als Deodorant usw.

Zum Putzen kann man es auf einen angefeuchteten Lappen geben oder es in Wasser lösen.  Das Internet ist wirklich voll von Tipps, was man mit Natron alles anstellen kann, googelt einfach mal danach oder klickt auf die untenstehenden Links.

Weiterführende Links

Zurück zum Blog